*Mäcks Bettlektüre #8: Andy Warhols „Die Philosophie des Andy Warhol“

Bettlektüren

Hier haben wir ein Buch vorliegen, daß ich auch gerne geschrieben hätte. 1975 veröffentlichte Pop-Art-Künstler Andy Warhol (1928-1987) sein Buch „Die Philosophie des Andy Warhol – Von A bis B und zurück“, das in 14 Kapiteln unter anderem die Themen Liebe (Pubertät), Liebe (beste Jahre), Liebe (Alter), Schönheit, Unterhosen, Erfolg und Kunst abhandelt.

Warhol wäre einer der wenigen Menschen, die ich am liebsten mal knuddeln möchte. Nicht nur seine Bilder und Filme haben es mir seit mehr als 20 Jahren schwer angetan, seine schrulligen Ansichten und Gedankengänge gehen mit meinen weitestgehend konform. Der Lesefluss seiner „Philosophie“ ist locker und im Plauderton verfasst. Eine Leseratte, die von Warhol kaum oder gar keine Ahnung hat, könnte sich mit dem Werk sicher auch anfreunden.

Der Text basiert auf lange Telefongespräche, die Warhol a/k/a Drella mit seiner damaligen Sekretärin Pat Hackett geführt hat. Alles wurde aufgezeichnet und von der Dame in lesbare Form gebracht (so entstand dann auch nach seinem Tod das Buch „Diaries“).

Ja, dieses Buch hätte ich auch gerne geschrieben. Aber leider habe ich keine Pat Hackett am anderen Ende der Leitung, die für mich die ganze Drecksarbeit erledigt (nichts ist nervtötender als die Nachbearbeitung). Schade.

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Zum Knuddeln: Drellas Philosophie. Foto (c)2017: Mäck

*Der König hat das Gebäude verlassen!

 

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Die kommende Woche wird ganz im Zeichen von Elvis Presley stehen, dessen Todestag sich am 16.August zum 40.Mal jähren wird. Ein unschönes Datum. Wenn er noch leben würde, wäre er jetzt 82.

Eigentlich war angedacht gewesen, seinen Tod am Mittwochvormittag nachzustellen, doch da sich der Drogendealer meines Vertrauens seit Wochen nicht mehr meldet (ist er tot? Ist er gebustet?), wird aus diesem interessanten Experiment wohl nichts. Verfluchte Kanaken. Wenn man sie einmal braucht, sind sie nicht da. Armes Deutschland. Hätte es früher nicht gegeben. Also – diese Unzuverlässigkeit natürlich.

Elvis-Fan wurde ich so ganz nebenbei, das auch schon wieder 24 Jahre her ist. Und die CD-Sammlung wächst und wächst, langsam, aber stetig. Vor ein paar Tagen fand ich das neueste CD-Set in meinem Briefkasten vor, das wirklich viel Freude bereitet.

Sogar mein Name ist auf der Mauer von Graceland verewigt. Vor zwei Jahren reiste eine amerikanische ältere Dame, die seit Jahrhunderten ein Fan vom King ist, nach Memphis und fragte mich und andere via Facebook, ob sie unsere Namen dort hinterlassen soll. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen.

Gestern kramte ich all meine Elvis-CD-Box-Sets zusammen und machte ein Foto von ihnen (bis auf die drei großen Boxen, die Anfang der 90er Jahre erschienen sind, die ich spontan nicht finden konnte). Sie sind allerdings nur ein Teil der Elvis-Sammlung. Die anderen Einzel-CDs wären nicht mehr auf das Foto gegangen.

Ja, der King ist tot. Und andererseits auch wieder nicht, er klingt in meinen Kopfhörern ziemlich lebendig. So, wie es auch sein sollte. Wenn es am Mittwoch eine Art Apokalypse oder ein außergewöhnliches Naturereignis geben sollte, dann war das Elvis. Keine Frage.

 

 

 

 

 

*One Hour With Albert Goldman

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Ui, der nächste Shitstorm ist vorprogrammiert! Gerade lade ich einen Zusammenschnitt der gesamten Fernsehinterviews mit Albert Goldman hoch, die derzeit zu finden sind. An dieser Stelle muß ich hinzufügen, daß Goldman seit seinen kontroversen Biografien „Elvis“ (1981) und „The Lives Of John Lennon“ (1988) bei beiden Fangemeinden absolut verhasst ist.

Als Videobeschreibung wird folgendes zu lesen sein:

„This is a compilation of footage that was filmed between 1980 and 1993.
The magic and relevance of good old rock and roll is almost over, only important to people who grew up with this music in the 50ies, 60ies and 70ies. That’s an old hat and a dying generation. But bookworms worldwide discover daily the manifold writings of the late Albert Goldman, who was professor of English @ Columbia. Among his course offerings was the university’s first class on popular culture.
If you’re a youngster, open minded and want to discover more about those glamorous times – how they really happened – , I highly recommend Mr.Goldman’s publications.“

Die ganz besonders beschränkten YouTube-User unter ihnen werden sicher auch bemängeln, daß mein Video nur 56 Minuten lang ist und somit der Videotitel „One Hour With Albert Goldman“ nicht korrekt sei.

Ja, ich freue mich.

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Darüber würde sich auch Albert diebisch freuen: „One Hour With Albert Goldman“. Grafik (c)2017: Mäck

*Die langsame Selbstauflösung des Patrick Joseph Balfe

 

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Wenn sich junge und unerfahrene Menschen auf die Teufelsdroge Heroin einlassen, ist das oftmals eine tragische und alptraumhafte Angelegenheit für alle Beteiligten. Besonders erschütternd wird es, wenn es sich dann auch noch um talentierte Persönlichkeiten handelt, die mit ihrer Kunst und ihrem Können aus der grauen Masse wie leuchtende Sterne hervortreten. Einer dieser großen Auserwählten heißt Patrick Joseph Balfe, 1988 in England geboren.

In der Londoner Musikszene kennt man ihn und schätzt seine tiefgreifende, handgemachte Musik, die er auch lange auf seinem YouTube-Kanal präsentierte. Seine große Zeit hatte er zwischen 2009 und 2013. Es ist durchaus nicht übertrieben, wenn man diesen Musiker als ein talentiertes und verkanntes Genie bezeichnet, der nicht nur deswegen besonders bei seinem weiblichen Publikum stets gut ankam: sein puppenhaftes und rundes Gesicht mit den großen braunen Murmelaugen und dem spitzbübischen Grinsen machten ihn zu einem Everybody’s Darling. Ein Typ halt, den man einfach gerne haben muß.

Aber wie fast jeder andere junge Künstler konnte er nie mit der Musik seinen Lebensunterhalt bestreiten, arbeitete tagsüber in einem Schuhladen, um über die Runden zu kommen. So gesehen war er einer unter vielen. Und wie es bei „verkannten Genies“ oftmals der Fall ist, leidet Patrick gleich an mehreren psychischen Erkrankungen. Man diagnostizierte schon früh Schizophrenie, sowie eine bipolare Störung. Zwölf Jahre lang versuchte er sich mit verschiedenen Medikamenten und Alkohol selbst zu kurieren, was natürlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Professionelle Hilfe lehnte er ab. Aber genau diese ist zwingend notwendig, um mit all den geistigen Defekten – zumindest halbwegs – ein normales Leben führen zu können. Seine Songtexte und einzelne Facebook-Einträge spiegelten seinen täglichen Kampf mit „den bösen Geistern“ wider.

534456_4125768187980_1741608373_nEs muß um 2013 gewesen sein, als er zu härteren Mitteln griff: er entdeckte Heroin und Crack. Seinen unausweichlichen körperlichen Verfall versuchte er zu verschleiern, in dem er sich das Haar schulterlang wachsen ließ und Sonnenbrillen trug. Seinen bisher letzten Song, „I Am Dead Meat“ („Ich bin totes Fleisch“) lud er im November 2015 auf YouTube hoch, ein versponnener und düsterer Akustiktrack, der aus einem modernen Psychothriller entsprungen sein könnte. Danach verkaufte er seine Gitarren und investierte das Geld in Smack und anderen harten Substanzen. Im Februar 2016 schließlich fing er an, auf der Straße zu leben. Bis heute zieht er, kaum wiederzuerkennen, durch London, schläft unter freiem Himmel und finanziert seine Sucht durch Betteln und Diebstähle. Wahrscheinlich bietet er seinen Körper auch alten übersättigten Homosexuellen an, die eine perverse Freude daran haben, mit fertigen Junkies sexuellen Verkehr zu haben.

Im September 2016 schockte ein Foto, das jemand von Patrick Joseph Balfe in den Straßen Londons machte und es auf dessen Facebook-Profil postete. Der einst gut aussehende und knuddelige Musiker, der entfernt an ein lustiges Monchichi erinnerte, verwandelte sich innerhalb weniger Monate in einen alten kranken Mann: sein eingefallenes und von Furchen gezeichnetes Gesicht war nicht mehr wiederzuerkennen. Sein dürrer faltiger Hals passte eher zu einer alten 90jährigen Frau als zu einem 28jährigen. Dieses erschreckende Bild sah auch dessen Schwester Abigail Balfe, die kurz darauf einen zu Herzen gehenden, vielbeachtenden Artikel über ihren Bruder Patrick schrieb und auf die Problematiken obdachloser Menschen mit psychischen Störungen aufmerksam machte.

Man kann nur hoffen, daß Patrick Joseph Balfe sich nicht völlig aufgibt und endlich die Hilfe annimmt, die ihm seine Schwester und viele andere anbieten. Aber er lebt in seiner eigenen wirren, drogenumnebelten Welt. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis man ihn tot hinter einer Mülltonne hervorzieht, irgendwo in den dunklen und dreckigen Seitenstraßen Londons. Seine besorgte Schwester schreibt: „Somehow Patrick has to be the one to make the decision that something needs to change  –  and he has to be the one to ask for help“. Das ist leider wahr. Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Wenn wir ehrlich sind, ist es ein hoffnungsloser Fall, dessen trauriges Ende vorhersehbar ist.

Ich selbst hatte zwischen 2009 und 2013 per Internet regelmäßig Kontakt zu Patrick. Einmal bot ich ihm halb im Scherz an, ihn abzuholen und mit nach Deutschland zu nehmen, damit wir hier heiraten können. Er lachte und meinte, daß das „schon eine coole Idee“ sei. Vielleicht hätte ich meinen Vorschlag tatsächlich wahrmachen sollen.

(Eine Auswahl seiner Songs findet man auf dessen Soundcloud-Seite: https://soundcloud.com/beau-brummel )

 


 

*Drogen-YouTuber KALLE schafft mit Hilfe vom Stoner die 10000!

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„Drogen-YouTuber“ KALLE hat kürzlich die 10.000er-Hürde auf seinem Kanal geknackt – herzlichen Glückwunsch! Das alles hat er nur Deutschlands Cannabis-YouTuber #1, Stoner (22), zu verdanken. Er machte den vorher völlig unbekannten Kalle groß, hat unermüdlich Werbung für ihn rausgehauen. Ein Beobachter: „Wenn Stoner ihn nicht dauernd supporten würde, hätte Kalle wahrscheinlich erst zwei- bis dreitausend Abonnenten – wenn überhaupt. Es ist nur fair, wenn Kalle nun in einem Akt der Dankbarkeit seinem großzügigen Gönner die Hälfte aller Spenden überweisen würde“.

Kalle selbst ist derzeit nicht zu sprechen, hält sich momentan in der Heimat auf, im Norden Deutschlands. Von dort ist er vor einigen Jahren fluchtartig in die anonyme Millionenmetropole Berlin gezogen. Um dort unterzutauchen? Man munkelt, daß illegale Machenschaften der Grund für seinen überstürzten Umzug waren. Illegale Drogengeschäfte, vielleicht sogar mehr. Über das Internet beispielsweise hat er ahnungslose Personen um viel Geld betrogen, saß auch schon im Jugendknast. Im Moloch Berlin ist er jetzt einer unter vielen, fällt nicht weiter auf. Nicht umsonst macht er ein großes Geheimnis um sein Alter, sagt, er wäre 38 Jahre (tatsächlich ist er erst 28).

Aber seine dunkle und kriminelle Vergangenheit tut der wachsenden Popularität, die er seit Monaten genießt, keinen Abbruch. Im Gegenteil. Einer 24jährigen Zuschauerin, die anonym bleiben will, gefällt Kalles verruchtes Bad-Boy-Image und spricht vielen weiblichen Fans aus der Seele, wenn sie sagt: „Kalle ist ein richtig kerniger Typ, sein eigener Herr. Mit ihm würde ich gerne mal buffen (kiffen), vielleicht auch mehr“.

Als nächstes reist Kalle mit seinem Mentor Stoner (lebt am Bodensee) nach Holland. Diese Idee hatte sich der bildhübsche Jüngling (knapp 40 000 Abos) ersonnen, um Kalle „ein Stück von der Welt zu zeigen“; eine „Bildungsreise“, wie es heißt. Tatsächlich aber wird Kalle seinem liebsten Hobby, dem Cannabis-Rausch, frönen, unter der strengen Aufsicht von Stoner. Ein Fan: „Ich hoffe, Kalle weiß, was er am Stoner hat. Er ist ihm ja soviel schuldig“. Und vielleicht wird er dann, in einem gemütlichen Coffee-Shop, dem Stoner endlich dessen Anteil aller Spenden übergeben.

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In seinem neuesten Video zeigt KALLE, wie man einen verbotenen Pfeifenjoint herstellt. Foto (c)2017: KALLE; Quelle: YouTube

*Mäcks Bettlektüre #7: Albert Goldmans „Elvis – Die letzten 24 Stunden“ (1991)

Bettlektüren

Und nochmal ein Buch von „Skandalautor“ Albert Goldman – weil es so schön böse und brillant ist, wie im Grunde alles, was der Mann je publizierte.

Das Buch selbst war so nicht geplant gewesen. Eigentlich wollte Goldman für eine Neuauflage seines Bestsellers „Elvis“ (1981) das Kapitel über Elvis‘ Tod erweitern, bis er merkte, daß die neuesten Erkenntnisse und Informationen, die er gesammelt hatte, den Rahmen eines einzelnen Kapitels sprengen würde.

Goldman bietet uns in „Elvis – Die letzten 24 Stunden“ die Theorie eines Selbstmordes an. Viele Andeutungen und Bemerkungen, die dessen engste Vertraute in den Jahren nach Elvis‘ Tod in Interviews und Publikationen machten, sprachen für Goldman eine klare Sprache: der King of Rock And Roll wollte nicht mehr leben, brachte sich mit einer Medikamentenüberdosis am Vormittag des 16.August 1977 in seinem großzügigen Badezimmer in Graceland um.

Das Buch zeichnet die letzten Stunden in Graceland nach, ist in der Gegenwartsform geschrieben, was das Lesen umso spannender macht. Der King selbst wird als aufgedunsenes Drogenwrack dargestellt, und natürlich wird ausführlichst aufgelistet, welche Medikamente er in den letzten Monaten seines Lebens einnahm. Man selbst wird direkt neidisch, wenn man bedenkt, wie einfach Elvis an die härtesten und besten Sachen herankam. In Elvis‘ Körper wurden 14 Drogen festgestellt: Kodein (in einer zehnfach höheren Konzentration als therapeutisch vertretbar), Morphium (wahrscheinlich ein Stoffwechselprodukt des Kodeins), Metaqualon (in einer Menge, die Vergiftung hervorruft), Valium, Valmid, Placidyl (nahe der Menge, die Vergiftung hervorruft), Amytal, Nembutal, Carbrital, Demerol, sowie Medikamente gegen Depressionen und Verstopfung.

Im Moment des Todes nahm Elvis eine kauernde, nach vorne gebeugte Haltung an, ähnlich die eines betenden Mohammedaners. Goldman weiß zu berichten, daß es kein friedliches Ende war: Elvis‘ Zunge war halb durchgebissen, was auf einen krampfartigen Anfall kurz vor dem Ende hindeutet, als die Drogen sein Hirn lähmten. „Die Lage der Leiche – einen Meter vom Lesesessel und etwas weiter von der Toilette entfernt – läßt darauf schließen, daß er vielleicht aufgestanden und noch zwei Schritte getan hat, ehe er kurz vor der Duschkabine zusammenbrach“. Als er schließlich aufgefunden wurde, hatte die Leichenstarre bereits eingesetzt. Goldman: „Ein allgemeines Aufstöhnen, als alle sehen, daß die Knie starr gebeugt bleiben“.

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Sowohl in englischer, als auch in deutscher Sprache ein Gedicht: Goldmans „Elvis – Die letzten 24 Stunden“. Foto (c)Juli 2017: Mäck

Wie zu erwarten, wurde auch dieses Buch ein Skandal, naive Elvis-Fans weltweit hatten hier mal wieder Gelegenheit, sich künstlich aufzuplustern und Albert Goldman zu verdammen. Für deren Rumgeflenne hatte der Autor indes nur ein müdes Lächeln übrig.

Die deutsche Ausgabe liegt mir seit 1993 vor, die amerikanische Ausgabe (knapp 200 Seiten) habe ich mir 2014 besorgt. Und beide Bücher werden von mir regelmäßig in die Hand genommen und gerne gelesen, unter anderem deshalb, weil für mich Goldmans Schreibe quasi eine Art Vorgabe ist. Ich kenne keinen anderen Autoren, der so punktgenau und treffsicher die richtigen Sätze formuliert.

*Gelöscht, gesperrt, gebannt

Unbenannt (297)

Ist ja gut, Facebook. Ist ja gut, YouTube. Daß Ihr zwei Muschis keinen Spaß versteht, war mir schon lange klar. Und deshalb musste natürlich der Link bzw. der Upload meines preisverdächtigen Films „Shitlover“ da weg, er verstößt ja gegen die Richtlinien. Wobei Zuckerbergs Verein schneller war (die dreitägige Sperre endet morgen) – YouTube hat eine ganze Woche gebraucht, um zu reagieren, letzte Nacht erst wurde „Shitlover“ von dieser Plattform runtergenommen.

Zu anstößig ist mein Werk. Anstößig für wen? Eine Altersbegrenzung wurde eingerichtet und zu Beginn des Streifens ist ein Warnhinweis eingeblendet, den man nun wirklich nicht missverstehen kann. Gut, er ist wirklich nicht für Jedermann. Ich selbst schaue mir diese Art von Film auch nur an, wenn mir der Hauptakteur zusagt (kommt selten vor). Aber ich denke, es gibt Schlimmeres. Deutsch-Rap zum Beispiel, der von völlig talentfreien Migrantenbürscherl fabriziert wird. Oder diese jämmerliche Welle der political correctnes, die mit so Aussagen wie „Was die Flüchtlinge uns bringen, ist wertvoller als Gold!“ wirbt. Sowas verstößt zumindest gegen meine Richtlinien, aber wen kümmerts.

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Unzensiert nur auf ‚ThisVid‘ zu bestaunen.

Es hätte mich schwer gewundert, wenn ich mit meinem jüngsten Produkt durchgekommen wäre. Diese Provokation war natürlich miteinkalkuliert, inklusive die Reaktionen derjenigen, die fähig sind, auf YouTube und Facebook Kommentare zu hinterlassen, wobei diese erstaunlich zahm ausfielen. Schade. Ich hatte gehofft, daß die armseligen Gestalten ihre hasserfüllten, von Herzen kommenden Meinungen laut kundtun, aber von dieser Sorte kam diesmal nicht viel. Vielleicht waren die entsprechenden Honks in Urlaub, auf Malle oder so. Nur eine sprach davon, daß man sowas „im Keim ersticken“ sollte. Ich hatte mir daraufhin ihr Profil angeschaut – eine hässliche Hartz-4-Tusse aus dem Osten, in meinem Alter, die ein Kind nach dem anderen wirft. Gut, auf die Meinung einer Asozialen lege ich keinen Wert. Je dümmer die Person, desto schäbig-aggressiver deren Meinungen zu bestimmten Themen, das ist nichts neues. Ach so: auch merkte sie an, daß man „sowas nicht auf Kinder loslassen“ dürfe. Als ich damit konterte, daß ich Kindergärtner sei und dort meine Erfüllung gefunden habe, vor allem, wenn ich abends heimlich die vollgeschissenen Windeln mit nachhause nehme, ist sie vollends ausgerastet. Diese Ossi-Uschi hätte mich am liebsten erschossen. 1:0 für mich, top! Merke: diese Art von Mensch nimmt einem auch alles ab. Wirklich alles. Bemerkenswert!

Es freut mich ja immer diebisch, wenn man mit völlig harmlosen Sachen derart anecken kann. Überrascht bin ich tropsdem jedesmal, daß es auch immer funktioniert! Harmloses Spiel mit dem eigenen Kot ist also doch noch ein Aufreger wert. Das letzte Tabu. Zumindest ist es gegen sämtliche Richtlinien. Vielleicht sollte ich einen Nachfolger drehen. Große Filme werden ja gerne fortgesetzt. Diesmal dann mit einem zweiten Darsteller. Meine Kotspender Chris und Danilo habe ich schon gefragt, die wollen leider nicht. Zu Felix habe ich keinen Kontakt mehr. Verflixt. Ob ich eine Frau fragen sollte? Das wäre dann auch für mich eine Herausforderung, nicht nur für YouTube oder Facebook. Allerdings kenne ich keine in meinem Umfeld, mit der ich dieses Experiment durchführen könnte oder will. Ein Hetero-Scat-Movie – damit würde ich auch ein größeres Publikum erreichen. Internationaler Ruhm, made in Germany. Wahnsinn. Gleich mal ein Drehbuch ausarbeiten.

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Mäck in heiterer Stimmung. Foto (c)Juli 2017: Mäck

Nun ja, ich habe offensichtlich erreicht, was ich wollte. Aber es langweilt zuweilen sehr; viel spannender wäre es gewesen, wenn nicht reagiert worden wäre. Aber wo kämen wir denn hin, wenn die virtuelle deutsche Staatssicherheit das hätte durchgehen lassen? Pfui! Dann lieber noch ein paar Kriminelle und Mohammedaner mehr in unserem Land willkommen heißen – Vergewaltigungen und Hasspredigten scheinen ja den hiesigen Standards zu entsprechen. Letzteres findet ja besonders gerne auch via Internet Verbreitung, kein Problem. Oder weiterhin einfach die GaGa-Kultur pflegen, siehe Kazim Akboga („Is mir egal“) oder „Bibis Beauty Palace“. Wobei ich mich von der kessen Bibi gerne mal anscheißen lassen würde. Könnte der Tusse auch ein paar Tipps bezüglich meiner braunen Gesichtsmaske geben. Wenn ich ihr sage, daß Scheiße in der Fresse zehn Jahre jünger macht, werde ich auf ihrem YouTube-Kanal bestimmt sogar gefeatured. Ach, Deutschland… FUCK IT!